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Sobald ich Texte von Charles de Foucauld
zu lesen begann, sagte etwas tief in mir Ja dazu. Diese Zustimmung,
die gar nicht bewusst von mir gewählt worden zu sein schien, machte
mich ruhig und zufrieden.
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De Foucaulds Lebensweg fasziniert, reißt
mit. Seine Spiritualität erlebte ich als einfach, klar und zugleich
herausfordernd. Bruder Karl ist Gott auf seiner Suche nach Ihm tatsächlich
begegnet. Einer, der Gottes Ruf lauschte und folgte. Das empfand ich
sofort als sehr ermutigend. Noch schöner war es, diese Spiritualität
gelebt zusehen, bei den kleinen Schwestern vom Evangelium inAulnay.
Ich fühlte mich vom ersten Moment an wohl. Die Gemeinschaft strahlt
Wärme und Liebe aus.War offen mit uns Neulingen, die wir alle mit verschiedenen
Anstößen zu diesen Besinnungstagen gekommen waren. Es tat gut mit anderen
auf der Suche zu sein, gemeinsam angesprochen und auf den Spuren von
einem zu sein, der selbst auf der Suche war.
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Gott zeigte mir in diesen Tagen ein buntes
Bild von seinen Kindern: Menschen aller Nationen und Hautfarben, jede
und jeder mit anderer Geschichte und doch alle eingeladen von Einem:
unserem Herrn. Das verbindet, das schafft eine Nähe, ja, Heimat. Ich
glaube, die Menschen in Aulnay, die oft mit der Angst vor der Bedrohung,
die in ihrem Herkunfstsland herrschte, mit der Angst ausgewiesen zu
werden, keine Arbeit, keinen Platz in der Gesellschaft zu finden,
leben, wisssen sich viel häufiger in der Obhut Gottes, als solche,
z.B. ich, die ich in Frieden, Sicherheit und Stabilität lebe und aufgewachsen
bin. Ich möchte meine Alltag mehr mit Gott gestalten. Ihn zu Wort
kommen lassen. Schritt für Schritt, Atemzug für Atemzug mich in seiner
Gegenwart wissen. Ich wurde in diesen Tagen erneut von der Freude
ergriffen, Christen, Katholikin zu sein. Es macht das Leben so reich
und spannend. "Dem ähnlich werden, den man liebt"- was für eine Gnade,
was für eine wunderbare Aufgabe! Wie schön, so jedem Tag einen Sinn
zu geben. Lea Kuehr |
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