Gästebuch

Mut finden zum Glauben... (Eintrag vom 4. Januar 2011)
Auf den Spuren von Charles de Foucauld ins Neue Jahr - in diesem Sinne reiste ich Weihnachten 2011 nach Pierrefitte zu den Kleinen Schwestern vom Evangelium. Charles de Foucauld kann uns ein Beispiel sein in einer Zeit, in der scheinbar alle Wünsche durch den Griff in die Einkaufsregale erfüllt werden können. Er selbst hat seine jungen Jahre ausschweifend verbracht. Doch dann erkannte er, dass eine solche Lebensführung nur zeitweise glücklich macht und er seine Erfüllung langfristig nur bei Gott finden kann.

Voller Dankbarkeit denke ich an die Woche in Pierrefitte zurück, denn hier habe ich innere Ruhe bei Gott wiederfinden und eine Entscheidung treffen können, um eine Antwort auf eine Frage zu finden, die mich schon lange beschäftigt. Hierbei haben mir die Kleinen Schwestern durch die Strukturierung der Besinnungstage und die Vermittlung etwa von Anregungen zum Gebet oder zur Suche nach der eigenen Berufung sehr geholfen. Zudem gaben sie mir durch ihre eigene Lebensweise Mut zum Glauben: Wie der Name der Gemeinschaft schon andeutet, steht das Evangelium im Mittelpunkt. Mich faszinierte der Eindruck, dass die Kleinen Schwestern die Frohe Botschaft nicht nur intensiv studieren, sondern dass sie sie ebenso intensiv leben. Sie sind mit ganzem Herzen bei Gott und den Menschen und verrichten ihre sozialen Aufgaben mit einem realitätsnahen Verständnis für die Probleme des 93. Departements in den nördlichen Vorstädten von Paris.

Caroline, 24 Jahre



Unterwegs in Paris "Mir einmal bewusst Zeit nehmen können, den eigenen Glauben zu reflektieren"
(Eintrag vom 10. September 2011)

Im Rahmen meines Lehramtstudiums habe ich diesen Sommer an den Besinnungstagen in Pierrefitte teilgenommen. Nach einer stressigen Prüfungszeit sah ich das Angebot der "Kleinen Schwestern vom Evangelium" als Gelegenheit, mir einmal bewusst dafür Zeit nehmen zu können, den eigenen Glauben zu reflektieren.

Denn in Anbetracht der vielen theoretischen und wissenschaftlichen Aspekte, die man während des Theologiestudiums über Gott und Religion lernt, fiel es mir nicht immer leicht, die Begeisterung für meinen Glauben aufrecht zu erhalten.
Die Tage in Pierrefitte haben mir geholfen, mich darauf zu besinnen, was den Glauben an Gott wirklich ausmacht. So waren es vor allem die "Kleinen Schwestern", die mich mit ihrer persönlichen Beziehung zu Gott, die von Dankbarkeit und Liebe geprägt ist, sehr inspirierten. Ich bedanke mich bei Catherine, Marie-Françoise und Christine für ihren herzlichen Umgang mit uns, der uns stets das Gefühl gab, sehr willkommen zu sein; für die Geduld, die sie aufbrachten, um so manche Sprachbarriere zu überwinden; und für die große Offenheit uns gegenüber, die sie uns stets - trotz unserer persönlichen und kritischen Fragen - entgegenbrachten. Der Austausch mit den anderen, die Begegnung mit Charles de Foucaulds Leben, sowie die persönliche Zeit mit Gott waren wichtige Erfahrungen in meinem Glaubensweg, die ich hoffentlich noch lange bewahren kann.

Karolin




Eine Gruppe ausländischer Studierende aus Luxembourg kam mit der Organisation LIESEL für einige Tage nach Pierrefitte und Paris. (Eintrag vom 24. August 2011)

"Es war eine Reise, die für immer in meiner Erinnerung bleiben wird. Die Schwestern haben uns so angenommen, wie wir sind und haben uns so gezeigt,
Begegnung in der Fraternität
dass die Welt menschlich ist, und dass es letztlich der Mensch ist, der sie unmenschlich macht, indem er Mauern zwischen den Menschen errichtet." (El Hadji)
"Es war eine sehr bereichernde Reise wo ich die Bedeutung der Museen entdeckt habe, denn bis dahin hatte ich keinerlei Anstrengungen unternommen, Museen zu besichtigen. Das hat mir ermöglicht, andere Ideen über Ausstellungen zu bekommen. Es war eine Reise voller Entdeckungen, denn ich konnte die größten historischen Sehenswürdigkeiten von Paris besichtigen. Im Haus der Kleinen Schwestern sind wir sehr gastfreundlichen und sympathischen Menschen begegnet. Ich habe eine Harmonie gespürt, trotz unserer unterschiedlichen Religionszugehörigkeiten und Kulturen. Ich habe gespürt, dass es letztlich EINER ist, in dem wir uns zusammenfinden: Gott. Ich habe mich wirklich wie zu Hause gefühlt und ich denke, dass war eine Reise, die ich nie vergessen werde." (Papa Dial)

Parallelen zwischen Charles de Foucauld und der Theologie der Befreiung (Eintrag vom 30. Juni 2011):

Da ich mich während unserer Exerzitien in Paris zur Vorbereitung meines Examens intensiv mit der Theologie der Befreiung beschäftigte, fielen mir viele Parallelen zwischen diesem Thema und dem Leben von Charles de Foucauld auf, von denen ich drei zentrale Punkte besonders hervorheben möchte:
Wie für die Befreiungstheologen galt für Charles im Sinne einer Rückbesinnung auf das Evangelium das Leben Jesu als Vorbild: Er wollte gerne der "kleine Bruder" Jesu sein.
Ähnlich der vorrangigen Option für die Armen wählte auch Foucauld seine Zielgruppe und Lebensweise: Er suchte die Armen und lebte mit ihnen, weil er in ihren Gesichtern Jesus entdeckte.
Des Weiteren wird bei ihm ebenfalls die Welt zum theologischen Ort, der Alltag zum Maß für die Glaubensbewährung: Nazareth, der Ort, an dem Gott 30 Jahre lang lebte, wird für ihn zum Symbol für das alltägliche Leben.
Veronika

"Eine bunte Welt..." (Eintrag vom 5. Juni 2011)

Ich bin jetzt das zweite Mal im Haus Charles de Foucauld bei den kleinen Schwestern gewesen. Es waren wieder wunderbare Tage. Gott spüren, reinfinden in eine andere Welt und ein Stück weit sich selbst begegnen. Im Haus der Schwestern erlebe ich einen anderen Zeitgeist, behütet, ganz woanders und doch mittendrin im Leben. Ich genieße die gemeinsamen Mahlzeiten und die Gebete in der Kapelle im Haus. Der Gottesdienst in der Kirche in Pierrefitte war ein ganz besonderes Erlebnis. Menschen aus unterschiedlichen Nationen kommen hier zusammen, um ihren Glauben zu leben.
Ja und dann das lebendige Paris, die Metro mit Menschen, die umher eilen, die Straßencafés und die vielen schönen Plätze dort. Eine bunte Welt, die geprägt ist von Menschen aus unterschiedlichsten Nationen.

Ein Lebensgefühl, das ich auch im Haus Charles de Foucauld finde. Jede Schwester mit ihrer eigenen Geschichte und ihrem Leben hier in einem Randviertel von Paris. Die kleinen Dinge die man überall im Haus findet; Erinnerungen an das Leben in anderen Ländern. Die Zimmer sind nach den unterschiedlichen Kontinenten dekoriert und laden ein, in eine andere Welt einzutauchen. Clara-Maria mit Doris und Catherine im Garten der Fraternität
Nun komme ich erfüllt von neuen Eindrücken zurück nach Freiburg. Im Gepäck den Geist der kleinen Schwestern.
Clara-Maria



"Paris, einmal anders" (Eintrag vom 24. April 2011)

Ein Aspekt, der mich während dieser Pariswoche sehr berührt hat, war derjenige der Caritas. Unter dem Motto sind wir aufgebrochen und so wurde für uns aus Paris, der Stadt der Liebe, Paris, die Stadt der Nächstenliebe. Mit wachsamen und aufmerksamen Blick zogen wir also durch die Straßen und plötzlich fielen uns die vielen Menschen an den Straßenecken wieder auf, an denen wir sonst teilnahmslos vorrübergehen. Eine der Schwestern, bei denen wir zu Gast waren, lud uns zu sich auf die Arbeitsstelle ein. Sie arbeitet in einer Organisation, die sich um Obdachlose und Prostituierte kümmert und versucht, diese in das alltägliche- für uns normale- Leben, wiedereinzugliedern. Dadurch wurde mein Blick noch verschärft; ich wurde mir der Gründe bewusst, die Menschen in solch eine schlimme Lage drängen. Mir wurde bewusst, wie viel Leid diese Menschen erdulden müssen und wie schwer es für sie ist, aus diesem Teufelskreis auszubrechen. Das alles ließ mich erkennen - und das ist die wichtigste Lektion, die ich aus dieser Erfahrung mitnehme - wie wichtig es also ist, dass man diese Menschen nicht einfach fallen lässt, sondern dass sie jemanden haben, der für sie da ist und ihnen hilft.
Estelle


"Ich bin beschenkt und froh heimgekommen..." (Eintrag vom 18. März 2011)

Beim letzten Geistlichen Wochenende bei den Kleinen Schwestern vom Evangelium haben wir viel über die Fastenzeit nachgedacht. Die Fastenzeit hatte gerade begonnen, und wir wollten daher überlegen, was das für das Leben eines Christen bedeutet.

Teilnehmerinnen des Wochenendes Wir haben entdeckt, dass es dabei nicht speziell um harte Einschränkungen und Verzichte geht. Diese Zeit lädt uns ein, uns auf das Wesentliche zu besinnen, unsere Lebensweise als Christen zu überdenken, Gott neu zu finden und dadurch unser Leben und unseren Glauben neu an Christus festzumachen.

Die Fastenzeit hat drei Säulen: Fasten, was helfen soll, sich auf das wirklich Wichtige zu konzentrieren und die Spuren von Gottes Gegenwart in unserem Leben zu suchen, Gebet, um bei Gott zu sein, und der Austausch mit den Anderen. An diesem Geistlichen Wochenende habe ich all das gefunden. Mir hat gefallen, mit anderen jungen Christen zusammen zu sein, die ich vorher nicht unbedingt kannte, und mich mit ihnen über unseren Glauben auszutauschen. Das Wochenende mit den Schwestern war für mich wie eine Pause in meinem Leben, bei der ich über mich, meinen Alltag, meinen Glauben nachdenken konnte. Ich bin beschenkt und froh heimgekommen, weil mir klargeworden ist, dass jeder Mensch alles Nötige in sich hat, um von Gott geliebt zu sein und als echter Christ zu leben! Jessica

Begegnungen mit Kl. Sr. Chantal aus Haiti (Eintrag vom 6. Oktober 2010)

Seit vielen Jahren unterstützt eine Gemeinde aus Pforzheim das Schulprojekt der Kleinen Schwestern in Port-au-Prince. So waren sie auch nach dem schweren Erdbeben im Januar 2010 sehr präsent. Nun hat uns das dortige Pastoralteam während des Heimaturlaubs von kl sr Chantal aus Haiti in Paris besuchen können.

Die Tage in Pierrefitte bei den Schwestern waren für mich:
- offenen Menschen begegnen, die durch ihr Da-Sein von ihrem “roten Faden“ mit Gott sprachen und meinen berührten
- die (neue!) Entdeckung, dass „Da-sein-für“ das „Mit-sein-mit-anderen“ voraussetzt und „Dazwischen-sein“ im Leben der „ Kleinen“
- Bruder Karl näher kommen, das heisst für mich: Jener, der im Mahl der Liebe mir begegnet, möchte mir „gleich-zeitig“ und „gleich-gestaltig“ in den Menschen meines Lebens begegnen.
- sitzen in der Kathedrale von S.Denis und die Flut von Licht und Leben auf mich hereinbrechen lassen
- herzliche Gespräche, behutsames Zueinanderfinden und befreites Lachen!
- mit kl sr Chantal die Solidarität mit unseren PartnerInnen in Port-au Prince leben
- mich überraschen lassen von der Vielfalt und Originalität der Menschen dieser Stadt
- glaubwürdigen Geschwistern begegnen dürfen: einfach und unkompliziert
Georg

Ich habe das Leben von Charles de Foucauld besser kennengelernt. Sein Lebensweg hat mich beeindruckt. Die frohe Gemeinschaft der Kleinen Schwestern und das Leben aus dem Evangelium finde ich sehr ermutigend. Kirche für alle wird hier spürbar. „Wir sind immer Empfangende und Gebende“. Danke für die wunderschöne Zeit!
Elisabeth

Für mich war dies eine erste Erfahrung mit dem Ordensleben. Die selbstlose Arbeit mit Bedürftigen in ihren verschiednenen Facetten hat mich tief beeindruckt. Ebenso das Leben der Schwestern im Jetzt und Heute. Natürlich auch die Liebenswürdigkeit und Herzlichkeit, die wir erfahren haben.
Gerlinde

Ich bin dankbar für die Zeit, die ich in der Gemeinschaft der Schwestern mitleben durfte. Die persönlichen Führungen von Sr Doris durch das Leben von Charles de Foucauld anhand diverser Orte in Paris und S. Denis, der Besuch in den wunderschönen Kirchen mit ihrer Ausstahlung haben mich begeistert und bereichert. Susanne

Mich hat das Leben von Charles de Foucauld beeindruckt. In seinen Erfahrungen dürfen wir uns wiederfinden und Gott entdecken, der uns beschenkt, unverdient. Klemens

Begegnungen anlässlich der ewigen Gelübde von Kl. Br. Andreas (Eintrag vom 30. September 2010)

Wir, meine Frau und meine beiden Kinder, Katharina und Felix sowie meine Schwester Ulrike mit Bernd, Jonas und Simon und meine Schwester Mechtild waren zu Gast vom 02.09.2010 bis zum 05.09.2010 bei den kleinen Schwestern in der Fraternität Pierrefitte.

Wir haben uns in Paris getroffen um die ewigen Gelübde unseres Bruders Andreas zu feiern. Wir wurden freudig aufgenommen und konnten teilhaben am morgendlichen Laudes-Gebet. Dies hat uns den Tag eröffnet, der für uns immer sehr ereignisreich war. Den Stadtteil, wo die kleinen Schwestern leben, konnten wir durch einen geführten Streifzug mit Schwester Doris erleben.

Beim gemeinsamen Essen

Vielfältige Kulturen treffen hier aufeinander, ja nicht nur Kulturen sondern auch die großen Weltreligionen. Zurück in unsere "Herberge" sind wir gerne gekommen, denn das hektische Treiben in der Stadt weckt einen inneren Ruf nach Stille. Sonntags konnten wir mit den kleinen Brüdern vom Evangelium gemeinsam das Versprechen von Bruder (unserem Bruder) Andreas feiern. Dies wird uns sehr lange in Erinnerung bleiben, sowie die Gastfreundschaft bei den kleinen Schwestern.

Stellvertretend für die ganze Gruppe Clemens Knapp


Die Dinge in einem neuen Licht sehen (Eintrag vom 15. September 2010)

Als ich mich für die Besinnungstage angemeldet habe, hatte ich zunächst keine genaue Vorstellung davon, was mich erwarten würde. Erhofft habe ich mir Zeit für Gott, eine Pause vom Alltag und die Möglichkeit zum Austausch mit anderen jungen Frauen.
Im Haus Charles de Foucauld habe ich mich sofort sehr wohl gefühlt. Die Begrüssung war herzlich und die offene, freundliche Art der Schwestern gab mir das Gefühl gut aufgehoben zu sein. Meine Angst, dass alles sehr ernst und streng zugehen könnte, so wie man sich das Leben in einem Orden halt vorstellt, erwies sich als völlig unbegründet. Das Haus erinnert nun wirklich nicht an ein Kloster und auch die Schwestern trugen keine strenge Ordenstracht, sondern nur ein Kreuz um den Hals. Sofort konnte man merken, dass hier der Kontakt mit den Menschen des Viertels wichtig ist und die Welt nicht ausgeschlossen wird.
Das Programm der folgenden Tage war bunt gemischt, so dass es nie langweilig wurde. Besonders gut gefallen hat mir das Gespräch mit zwei jungen Frauen aus der Gemeinde, die von ihrem Weg zum Glauben erzählt haben. Die Gelegenheit über so etwas zu sprechen, bekommt man nicht so oft, das fand ich ganz toll. Überhaupt waren alle Gespräche sehr offen und spannend.
Die angenehme Atmosphäre hat es möglich gemacht, auch über sehr persönliche Dinge zu sprechen. Die täglichen zwei Stunden „für Gott“ waren mir sehr willkommen. Man hatte endlich mal die Gelegenheit, über Vieles in Ruhe nachzudenken.
Insgesamt kann ich sagen, dass mir die Zeit hier sehr gut getan hat. Es ist schön zu sehen, dass man mit seinem Glauben nicht alleine dasteht, und es tut gut, sich dafür auch mal etwas mehr Zeit zu nehmen! Viele Dinge erscheinen mir nach diesen Tagen in einem neuen Licht.
A.

Ein sehr gastfreundliches Haus... (Eintrag vom 19.8.2010)

Die Fachstelle für Kinder und Jugendpastorale in Dillingen (Saarland) veranstaltet im Oktober eine spirituelle Woche für junge Erwachsene. Der Leiter der Fachstelle Jörg Ries, und ich, Gemeindereferentin Carmen Folz-Bär, haben im vergangenen Monat eine Vorfahrt nach Paris in den Stadtteil St. Denis unternommen. Wir haben die Schwestern Doris und Catherine besucht, um mit ihnen das geplante Programm zu besprechen und Einzelheiten zu klären. Wir beide haben ein sehr gestfreundliches Haus und zwei Schwestern, begeistert in der Seelsorge, kennengelernt. Der Erfahrungsaustausch und die Zusammenstellung für die spirituelle Woche waren sehr intensiv und bereichernd für uns. Wir haben einander näher kennen- und schätzen gelernt. Somit freuen wir uns mit den Menschen, die mit uns reisen werden, auf eine gute und mit vielen Erfahrungen bestückte Woche.

Viele Grüße aus dem Saarland Carmen Folz-Bär und Jörg Ries

Wie schön ist das, in der christlichen Familie so empfangen zu werden (Eintrag vom 28.5.2010)

Besuch in Pierrefitte

Liebe Kleine Schwestern, gemeinsam mit den Studierenden möchte ich euch noch einmal für euren so herzlichen und unkomplizierten Empfang unserer Gruppe danken. Das hat uns wirklich gut getan und Paris ist nun, mal abgesehen vom Bild des Eiffelturms, von euren Gesichtern gekennzeichnet.

Viktor schreibt: Die Schwestern waren wirklich sehr nett zu uns, das war mehr als OK
Hamed schreibt: Die Atmosphäre im Haus der Schwestern war sehr angenehm, mir hat der Abend, an dem wir Studierende aus S.Denis getroffen haben, sehr gut gefallen.
Monique schreibt: alles, was wir an dem Wochenende brauchten, haben wir bei euch finden können!
Agnes schreibt: wie schön ist das, in der christlichen Familie so empfangen zu werden.
Eine geistliche Familie, die Charles de Foucaulds, die offen für den ANDEREN ist.

Eine Gruppe von Studierenden von LISEL aus Luxemburg

 

Ein toller Nachmittag/Abend (Eintrag vom 20. April 2010)

Es war schön hier, da man viel über das Leben erfahren hat. Wir haben viel über Paris und auch über die Obdachlosen gehört.




Wirklich ein wunderprächtig netter Orden und eine lustige Gemeinschaft mit allen Besuchern. : Die Kissen aus der Kapelle sind ganz toll. Am Liebsten würden wir sie mitnehmen. Das Haus und so sind auch voll schön. Toller Nachmittag/ Abend!

Ministrantengruppe aus Göttingen

"Uns auf die Suche nach unserem eigenen Weg machen" (Eintrag vom 6. März 2010)

Wir waren im Februar eine Woche in Paris um in der Gemeinschaft der kleinen Schwestern mitzuleben. Besonders berührt hat uns die Offenheit, mit der wir aufgenommen wurden und die Gemeinschaft, die in den wenigen Tagen gewachsen ist. Danke sagen möchten wir für den Abend der Begegnung, an dem wir durch den Austausch mit den verschiedenen Gästen ein Bild von Paris und seinen gegensätzlichen Lebenswelten bekamen und das Gefühl, sich gemeinsam für soziale Fragen einzusetzen (ça sentait la crèche!).

Abendliche SpielerundeDas Haus von Charles de Foucauld bietet zudem einen guten Rahmen, sich Zeit für sich und seinen Glauben zu nehmen und zur Ruhe zu kommen. Wir nehmen die Erfahrung mit nach Hause, dass es möglich und wichtig ist, in seinem Alltag Zeiten der Ruhe zu finden, sowie es die kleinen Schwestern vorleben.

Außerdem hat es uns Mut gemacht, uns auf die Suche nach unserem eigenen Weg zu machen und unseren Platz im Leben zu finden. Für die vielfältigen Erfahrungen danken wir euch herzlich und vielleicht führt uns unser Weg ja mal wieder zu euch.

Merci, bonne route, Tasja et Nadine.


Empfang und Offenheit... (Eintrag vom 30. Januar 2010)

Ich komme gerade mit meinem Mann Romain aus dem Haus Charles de Foucauld zurück und möchte euch ein paar Eindrucke ins Gästebuch schreiben. Letztlich hatten wir ja nur am Abend Zeit uns mit euch zu unterhalten, den ich war ja in erster Linie zu einer Fortbildung in Paris. Aber da wir seit langen Jahren mit Doris befreundet sind, war das auch Gelegenheit, euer neues Haus kennenzulernen und es war schön bei euch wohnnen zu können. Das Haus entpricht ganz dem Stil der Gemeinschaft: Empfang und Offenheit sind die Prioritäten und das merkt man! Inmittes eines Viertels, das doch auch viele soziale Probleme aufweist, ist es wie eine Oase des Friedens. Auch von der Einrichtung her finden wir die Linie der Schwestern wieder: Einfachheit und Schönheit. Auch mit einer einzigen Blume kann ein Raum schön werden. Euer Haus ist auch auf sympathische Weise unprätentiös und nicht perfekt. Wir haben auch viel über das schwere Erdbeben in Haiti gesprochen. Wenn das Unglück einen Ort auf der Welt trifft, an dem Arme leben, dann sind die Kleinen Schwestern nicht weit...ihr lebt ja in Port-au-Prince mit den Armen ! Ich bin Mutter einer grossen Familie - und habe gerade deshalb einen Sinn dafür : Die Familie meiner Schwestern ist gross, sehr gross. Danke für das, was ihr seid...
Christiane


"Werdet, was ihr empfangt" (Eintrag vom 28. Januar 2010)

Ich habe am Besinnungswochenende im Advent teilgenommen und gemeinsam mit 12 jungen Erwachsenen unserer Diözese haben wir darüber nachgedacht, was diese Zeit der Vorbereitung auf Weihnachten für uns bedeuten kann. Es hat mir gut gefallen, dass wir aus so vielen Herkunftsländern kamen, aus verschiedenen Ländern Afrikas, aus Indien, aus Frankreich, den Antillen und ich selbst von der Réunion, das hat uns auch während der gemeinsamen Mahlzeiten einen reichen kulturellen Austausch ermöglicht. Was mir besonders gefallen hat, das war, dass jede/r sie/er selbst sein konnte mit seinen Fragen und Suchen im Glauben. Letztlich waren meine Fragen auch gar nicht so verschieden von denen anderer ! Das Wochenende war auch reich an neuen inhaltlichen Impulsen. Besonders hat mir die abendliche Anbetung gefallen. Der freundliche Empfang der Schwestern hat uns schnell ermöglicht, uns wie daheim zu fühlen. Man vergisst fast, dass das Haus nur ein paar Minuten vom Trubel in S.Denis entfernt ist, es war für mich ein friedvoller Ort an dem ich in der Gegenwart Christi habe leben dürfen. Dafür bin ich dankbar. Laurence

Ich heisse Ismäel und habe an dem Besinnungswochenende für junge Erwachsene im Advent teilgenommen. Wir waren sehr verschiedener Herkunft, ich selbst komme aus Ghana, aber es war eine sehr familiäre Atmosphäre da und mir hat gerade das gut gefallen. Das Wochenende war für mich eine Zeit der Erholung und des Gebetes. Unser Thema war ja "Werdet, was ihr empfangt", wir haben über den Advent nachgedacht, darüber wir wir in unserem Leben Gott einen Platz einräumen können. Das hat mich sehr in meinem Glauben bestärkt. Ich habe auch die Zeiten der Stille geschätzt, erst war das sehr ungewohnt für mich: manchemal habe ich in der Stille gebetet und manchmal, wenn ich nichts mehr zu sagen hatte, war ich einfach da. Das war eine ganz neue Erfahrung für mich: meinen Atem spüren, mich lebendig fühlen und einfach vor Gott da zu sein.
Ich würde vielen jungen Leuten so eine Zeit wünschen, um neu aufbrechen zu können auf ihrem Weg zu Gott. Ismaël

 

Freude an Gott (Eintrag vom 27. November 2009)

Seit zweieinhalb Jahren arbeite ich gemeinsam mit kl Sr Catherine mit Nichtsesshaften in Paris und als sie mich fragte, ob ich nicht jungen Leuten, die in ihrer Gemeinsachft zu Besuch waren, von unserer Arbeit erzählen wolle, habe ich sofort zugesagt. So habe ich erstmals das Haus der Kleinen Schwestern in Perrefitte kennen gelernt. Dort hat man mich sehr warmherzig empfangen, ich habe eine sehr schone Kapelle entdeckt und als die Schwestern mir anboten, doch auch mal zu kommen, falls ich mal ausspannen wollte, hat sich der Gedanke im Hinterkopf gehalten: Wenn ich mal ein paar Tage Zeit habe, wenn es in meinem Leben turbulent wird, wenn ein Innehalten angesagt ist, um mich neu zu orientieren, dann würde ich gerne hierher kommen. Ich wusste: ich bin erwartet, auch von Dir, mein Gott, um neu mein Vertrauen in dich zu setzten, um dir hinzuhalten, was mein Leben ausmacht. Und so bin ich vor ein paar Tagen zu euch gekommen. Ich habe erholsame und friedvolle Tage erleben dürfen in meinem schönen gelben Zimmer und in der Kapelle. Auch im Gespräch mit euch ist mir neue Kraft zugewachsen. Ich komme gerne wieder; danke , dass ihr mir einen Platz eingeräumt habt und mir Anteil gegeben habt an dem, was euer Leben bestimmt: die Freude an Gott. Marianne

Eine lange Reise... - Besinnungstage im Sommer 2009
(Eintrag vom 19. September 2009)

Von Berlin nach Paris hatte ich eine lange Zuganreise über Nacht bis nach Pierrefitte, mit Ankunft in den Morgenstunden und war gespannt, wie unsere Zeit in der Fraternität der kleinen Schwestern vom Evangelium sein wird. Und nun zurück im Alltag, erinnere ich mich gerne an die vielen Eindrücke und es ist gar nicht so leicht zu sagen, was alles meinen Kopf und mein Herz bewegt hat in dieser gemeinsamen Zeit.

Besuch in Sacre Coeur Vielleicht der herzliche und unbefangene Umgang mitzuleben in dieser besonderen "Wohngemeinschaft"? Das Teilen des Kühlschranks, des Alltags und der Gebetszeiten? Die bunte Mischung an Menschen auf den Straßen des Pariser Nordens? Die netten Begegnungen mit Gästen des Hauses und unter uns Teilnehmerinnen? Die intensiven Stunden des nächtlichen Gebets vor dem Allerheiligsten und die Spuren Charles de Foucaulds in Paris, Algerien und Israel?

Der einfache Lebensstil der Schwestern auch in Südamerika und anderswo auf der Welt, der auch ausstrahlt auf das einfach so da-seins während unserer Woche? Der Austausch von Fragen des Glaubens und Lebens, das Zuhören von Geschichten und die Impulse um ein Stück weiterzugehen und auch aufeinander zuzugehen in Geschwisterlichkeit?
Es fällt mir schwer es genauer zu benennen, aber all das und viel mehr haben wir zusammen erlebt... Dankeschön dafür und liebe Grüße und Gottes reichen Segen wünsche ich Euch!
Annette

 

Gott - ein "dezenter" Gast in unserem Leben (Eintrag vom 25. Juni 2009)

Liebe Kleine Schwestern vom Evangelium, wir bedanken uns herzlich für die Begegnung, die unser Firmkurs und Junger Chor mit Euch erleben durfte. Von Euch haben wir erfahren, wie der Glaube im Alltag lebendig wird und wie Gott als "dezenter Gast" in unserem Leben wirken will. Vielen Dank auch für den wunderschönen Gottesdienst, den unser Junger Chor mitgestalten durfte. Wir blicken zurück auf einen lebendigen Gottesdienst mit einem "megacoolen" Pfarrer, wie mir ein Jugendlicher rückmeldete.
Vielen Dank und Gottes Segen für Euch und die Menschen, die Euch begegnen."

Ute Knirim von der Pfarrei Heiliggeist

"Das Lebenzeugnis von Euch kleinen Schwestern vom Evangelium am Stadtrand von Paris hat mich sehr berührt. In dieser Riesenstadt, die ALLES kennt, wird in Eurer "Multi-Kulti Pfarrei" die einfache Botschaft Jesu umgesetzt, der einfach und unmittelbar mitten unter den Menschen lebte. Ich wünsche Euch kleinen Schwestern vom Evangelium weiterhin diesen Geist Jesu und Eures Bruders Charles, damit Euer Zeugnis klar und aufrichtig weiter in die Welt scheint. Eine Welt, die immer noch seufzt und in Geburstwehen (Röm 8.22) liegt. Ihr seid ganz vorn dabei!
In herzlicher Verbundenheit

Carsten Gross von der Pfarrei Heiliggeist, Basel

 

Eine andere Seite von "Paris" (Eintrag vom 9. Juni 2009)

Nach einem Tag mitten im Luxusleben von Paris auf der Champs Elysees mit all seinen Edelboutiquen und dem passenden Publikum dazu, machten wir uns auf den Weg nach Pierrefitte sur Seine, um dort Paris von seiner anderen Seite kennen zu lernen. Die Warnungen noch im Kopf, ja nicht später als 20.00 Uhr wieder in die Stadt zurück zu fahren, kamen wir in dem Haus der Kleinen Schwestern vom Evangelium an und erlebten den Ort dort doch ganz anders. Hier die persönlichen Eindrücke unserer Firmlinge:
Ich fand es toll, dass die Leute in diesem Quartier uns den Weg zeigten als wir uns verlaufen haben.
Ich fand es toll, dass Sie so vielen Leuten von der Strasse helfen.
Ich fand es interessant bei Ihnen und die Umgebung war auch schön zum Ansehen.
Mich haben die Leute in diesem Quartier sehr fasziniert. Sie waren nicht so "arrogant" wie die Leute in Paris Stadt und haben uns freundlich den Weg zu euch erklärt als wir uns verliefen.
Ich fand es toll, den Nachmittag bei euch zu verbringen. Danke für alles.
Liebe Schwestern, ich denke mir, einfach nur einen Satz zu schreiben ist zu kalt und nicht persönlich. Ich bedanke mich für das Zusammensein und das gemeinsame Essen. Ich denke, dass wir mit der Firmung einen grossen Schritt in Richtung Erwachsen werden machen. Vielen Dank und noch eine angenehme Zeit in "eben nicht" Paris.

Firmgruppe, Zürich

 

"Mit einem etwas mulmigen Gefühl..." (Eintrag vom 5. Juni 2009)

"Der Besuch bei den Schwestern im Banlieue hat mir persönlich sehr gut gefallen, obwohl ich zugegebenermaßen anfangs etwas skeptisch war und mir nicht genau vorstellen konnte, was mich dort erwarten würde. Schon auf dem Weg in das 93. Arondissement fiel auf, wie ärmlich dieses Viertel im Gegensatz zum Kern von Paris sein muss. Ein etwas mulmiges Gefühl bekam man dann doch, als man die neugierigen Blicke der Anwohner förmlich auf sich brennen fühlte. Endlich angekommen, stellten wir uns gegenseitig vor. Die Begrüßung fand ich sehr herzlich, eine nette Geste fand ich, dass jeder mit Handschlag begrüßt wurde.

Abiturienten des Gymnasiums Ochsenhausen im Gespräch mit Sr. Doris Nach dem Essen teilten wir uns in zwei kleinere Gruppen auf und konnten so auch Fragen, die uns auf dem Herzen lagen, stellen. Wir erfuhren von der Arbeit, die die Ordensschwestern und ihre Helfer täglich verrichten. Viele Menschen, vor allem auch Jugendliche haben es schwer eine Arbeit zu finden, oft auch aufgrund ihrer Herkunft bzw. auch aufgrund ihrer Hautfarbe.
Besonders bewegend fand ich dabei die Geschichte einer jungen Frau, die Abitur und ein abgeschlossenes Studium vorzeigen konnte, jedoch trotzdem keine angemessene Arbeitsstelle bekam. Stattdessen musste sie sich als Schuhverkäuferin ihren Lebensunterhalt verdienen. Dies zeigt, welche Ungerechtigkeit viele Menschen erfahren müssen. Umso bewegender fand ich daher die Einstellung der Schwestern, allen Menschen bei ihren Problemen helfen zu wollen und ihren Entschluss sie dabei zu unterstützen sich eine neue, bessere Zukunft aufzubauen und dabei auf jegliche Vorurteile zu verzichten, was in unserer heutigen Gesellschaft nicht gerade leicht ist. Völlige Unvoreingenommenheit in seinem Denken und Handeln gibt es heutzutage nicht mehr, obwohl uns das wahrscheinlich oft gar nicht so bewusst ist. Gerade deshalb hat mich die hingebungsvolle Art der Schwestern mit den Menschen umzugehen und ihre außergewöhnliche Hilfsbereitschaft tief beeindruckt, und ich finde, dass dieser Montag Abend unsere Parisfahrt noch ein ganzes Stück bereichert hat"

(Rückmeldung einer Abiturientin, Gymnasium Ochsenhausen)

 

DANKE (Eintrag vom 3. Juni 2009)

Sehr geehrte Kl. Sr. Doris Broszeit,
Ich bin ein Schüler einer deutschen Schulklasse aus Ochsenhausen. Wir waren am 19. Mai mit Frau Scholz bei Ihnen eingeladen und ich möchte mich hiermit nochmals im Namen unseres ganzen Kurses bei Ihnen bedanken.
Dafür,
...dass Sie Zeit für uns hatten.
...dass Sie uns von Ihrem Leben erzählt haben.
...dass Sie uns über die Lage der Bevölkerung von Paris und auch in den Banlieus aufklärten. Wir hatten einige sehr schöne Stunden bei Ihnen, die ein Großteil von uns sicherlich nicht so schnell vergessen werden.

Mit freundlichen Grüßen
Christian Rueß, Gymnasium Ochsenhausen

 

Anwalt sein für das Versprechen Gottes, dass das Leben sinnvoll ist (Eintrag vom 18. Mai 2009)

Eine kleine Rückmeldung direkt nach meiner Rückkehr nach Deutschland. Die Gedanken sind noch zu komprimiert, als dass ich schon geordnet etwas sagen könnte. Nur so viel: das Gespräch mit Ihnen hat mich im Innersten bewegt.
Wenngleich ich mit der deutsch-schweizerischen Gruppe zu Einkehrtagen in Paris unterwegs war, bin ich eine Atheistin. Das ist eine lange Geschichte. In Ihrer Aussage, Anwalt für das Versprechen (Gottes) zu sein, dass das Leben sinnvoll ist, und nicht wegzulaufen, wenn einem freilich zum Weglaufen zumute ist, habe ich mich zutiefst verstanden und verbunden gefühlt.
Für die Ermöglichung dieser Erfahrung mein ganz herlicher Dank!

(Eine Teilnehmerin an Besinnungstagen der Diözese Aachen)

 

Selig sind die "Ver-rückten"! (Eintrag vom 15.April 2009)

5 Tage Exerzitien in der vorlesungsfreien Zeit: am Rande von Paris - ver- rückt!? Ja, und doch mitten in den Fragen unserer heutigen Zeit
- so wurde diese Aus-Zeit-für-Gott zu einer Segenszeit für mich.

Selig! Ich konnte still werden, da ich mich getragen fühlte in Eurer Gemeinschaft inmitten einer pulsierenden Metropole, in der mich an jeder Ecke die Habenichtse, und Gestrauchelten zwangen, der bitteren Wahrheit unseres modernen monetären Apartheidsystems ins Gesicht, buchstäblich in ihre vielen Gesichter, zu schauen. Ver-rückt! Paris - Stadt der Liebe - und wie viele Schreie nach einem zärtlich geflüsterten "Je t'aime" bleiben hier täglich ungehört. Und wie heilsam zu erfahren, dass es Zufluchtsorte gibt, die willkommen heißen und Liebe schenken.
Selig! Das Lateinamerika-Zimmer wurde meine kleine Heimat und als ich entdeckte, warum mich das Webbild einer Gruppe von wandernden Hochlandbauern nicht mehr loslassen wollte, war ich tief berührt.
Erst als sie in der Sonne zu leuchten begannen, enthüllten sie ihre wahre Gestalt: behütende Herzen, die mich anstrahlten und ermutigten, mit ihnen zu gehen.

Ver-rückt! - der Lebensweg von Charles de Foucauld. Scheinbar scheitert er zu Lebzeiten an der Radikalität seines Weges, kann keine Glaubensgemeinschaft gründen. Heute, viele Jahre nach seinem Tod, gibt es weltweit Gemeinschaften, die ihren Glauben bedingungslos leben in der Liebe und mit offenem Herzen mit und für die Armen und Habenichtse unserer Tage.
Selig! Euch als meine Schwestern erleben zu dürfen, empfand ich als ungeheures Geschenk. Auch im Nachhinein bin ich dankbar für den Mut der Verantwortlichen, allen Kolleginnen und Kollegen der Katholischen Hochschulpastoral in Deutschland dieses besondere Angebot von Besinnungstagen zu machen.

Ute Kray, Aachen

 

Spiritualität ist keine Fluchtbewegung aus dem Alltag! (Eintrag vom 26. März 2009)

Werden das wirklich Exerzitien sein? So frage ich mich am Beginn unserer fünf Tage bei den Kleinen Schwestern in Pierrefitte sur Seine. Schnell wird klar: es sind Exerzitien, und was für welche! Besonders dankbar bin ich für die ermutigende Erfahrung, dass Lebenswirklichkeit und Spiritualität zusammen kommen. In meinem Alltag gelingt das nicht immer. Hier ist das anders.

Es beginnt schon mit der Teilnahme am Leben der Kommunität. Gemeinsam beten wir am Morgen und Abend und halten tagsüber eine Zeit der Stille. Bei den gemeinsamen Mahlzeiten geben wir uns Anteil am eigenen Leben. Begegnungen vor Ort führen das fort: etwa im Gespräch und im Gottesdienst mit Seelsorgern der Hochschulgemeinde in St. Denis, die ausländische Studierende in ihrem Studienalltag begleiten.
Guido Gress im Gesprächszimmer

Beeindruckend auch die Begegnung mit Menschen, die Obdachlosen das Gefühl geben, angenommen und wertgeschätzt zu sein. Schließlich ein Tag der Stille mitten in Paris. Wir treffen dabei auf Menschen, die an Orten des Schweigens und der Anbetung neue Kraft für ihren Lebens- und Arbeitsalltag suchen. Immer wieder die gleiche Botschaft: Spiritualität ist keine Fluchtbewegung aus dem Alltag. Zeiten der Stille und des Gebetes öffnen im Gegenteil den Blick für die Lebenswirklichkeit der Menschen. Gott begegnet uns mitten im Leben.

Guido Gross, Hochschulseelsorger, Koblenz

 

Die Faszination eines Lebens, das so anders ist... (Eintrag vom 8.2.2009)

Kurz vor Dunkelheit ankommen in einem Stadtteil von Paris, den wir noch nie gesehen hatten, neugierig durch die Straßen gehen, bis zur Kirche, wo wir Euer "Kloster" finden.

Hannelore und Hannes Peters mit den Kleinen SchwesternEin warmer Tee und ein sehr herzlicher Empfang, erzählen, einander kennen lernen, in der fremden Sprache aufmerksamer hören als sonst, ein naher, familiärer Kontakt - und zugleich die Faszination eines Lebens, das so anders ist, und das Brücken schlägt zu dem noch ganz anderen Leben der Menschen, die Ihr aufsucht oder einladet, im Vorort, in der Stadt...
Sofort sind uns die eigenen offenen Fragen gegenwärtig, fühlen wir uns eingeladen zu erzählen, spüren uns verstanden. Gemeinsam gekocht und gespült, gut geschlafen und die Stille Eurer Kapelle geteilt. Danke für Alles!

Hannelore und Hannes Peters, Würselen (8. Feburar 2009)

 

Besinnungstage " Auf den Spuren Charles de Foucaulds " (Dezember 2008)

Mit einer Gruppe von fünf jungen Frauen lebte ich mit der Gemeinschaft der Kleinen Schwestern vom Evangelium in Pierrefitte, Nordparis. Wir lernten vor Ort Christen und Christinnen kennen, die von ihrem Glauben sprachen und die Situation des sozialen Brennpunktes Saint Denis schilderten. Die Begegnungen mit ihnen berührten mich zutiefst.

Begegnungen in Saint Denis Unsere gemeinsame Zeit wurde außerdem von der kontemplativen und missionarischen Spiritualität Charles de Foucaulds geprägt. So beschäftigen wir uns mit seiner Persönlichkeit und folgten seinen Schritten in Paris. In diesem Zusammenhang besuchten wir die Kirchen Saint Augustin und Sacré Coeur.

Während unserer gemeinsamenTage stand ebenfalls das Gebet im Mittelpunkt, in dem wir miteinander Liturgie feierten und eine Zeit am Tag Gott widmeten. Die Besinnungstage waren für mich sehr bereichernd und zeigten mir, wie ich in meinem Alltag Gott näher sein kann.

Anna Enders, Karlsruhe