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3.-10. Januar trafen sich in El Salvador die Kleinen Schwestern der "Region
Amerika" (Nord- und Lateinamerika). Eines der Hauptthemen des Treffens: Inkulturation und interkulturelle Begegnung. |
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| "Zunächst nahmen wir uns Zeit, einander von
den so verschiedenen Kulturen der Länder zu erzählen, wo wir leben. Ein
sehr reicher Austausch, in dem wir einander Anteil gaben an der Geschichte,
der Kultur, den Traditionen der unterschiedlichen Länder: Venezuela, Haiti,
mit der indigenen Bevölkerung in Ecuador, in El Salvador (in der Hauptstadt
sowie auf dem Land), mit Gefangenen in der Metropole New York. |
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Bei der Gestaltung einiger Gebetszeiten
griffen wir Riten, Gebete und Gesänge aus verschiedenen Kulturen auf: einen
Ritus der Indios mit Weihrauch und Gebeten in die vier Himmelsrichtungen;
Gebete und Gesänge in Kreol und verschiedenen Symbolen aus Haiti. Zugleich spürten wir sehr deutlich, wie sehr viele Kulturen im Wandel begriffen sind, wie neue "Kulturen" entstehen, die uns herausfordern, so z.B. die Jugendkulturen. Wie können wir auf diese Herausforderungen antworten? |
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Das Thema "interkulturelle Begegnung" erleben wir hautnah in unseren Gemeinschaften: allein beim Regionaltreffen der Region Amerika trafen wir uns als Schwestern, die wir aus neun verschiedenen Ländern stammen - ein Reichtum, aber zugleich eine Herausforderung. Im Austausch und im gemeinsamen Nachdenken wurde uns deutlich, wie wichtig der Respekt gegenüber jeder Kultur ist. Wir müssen die verschiedenen Kulturen viel besser kennenlernen: ihre Riten und Traditionen; ihr Denken; ihre Art und Weise, die Welt und die Zeit wahrzunehmen; ihre Geschichte. |
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| Dabei werden wir auch einem ganz anderen Denken begegnen, Dingen, die wir nicht verstehen, die uns fremd sind - aber alleine auf diesem Weg können wir uns dem anderen, der anderen wirklich nähern. Dabei braucht es viel Geduld, Hinhören, viel Aufmerksamkeit, um nach und nach in eine andere Kultur hineinzuwachsen. Ich muss mir meiner eigenen Vorurteile bewusst werden, die mich oft daran hindern, dem anderen in seiner Andersheit wirklich zu begegnen. |
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Ich muss mich in Frage stellen lassen, mich anderen Formen des Denkens, Handels, der Weltwahrnehmung öffnen. Das erfordert eine Umkehr, um in Demut und Liebe einer Welt zu begegnen, die ganz anders ist als die meine, und um auch dem darin verborgenen Reichtum zu begegnen. Ich muss "meine Schuhe ausziehen" (vgl. Ex. 3,5), klein werden, leise werden, um ganz aufmerksam zu werden für das Geheimnis des anderen, der anderen und in ihnen auch den ganz ANDEREN zu erahnen. Gott ist gegenwärtig in jeder Kultur, und im aufmerksamen Hinhóren könne wir nach und nach SEINE Spuren in jedem Volk entdecken." Kl. Sr. Christine Kohler, Ecuador |
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