| Kl. Sr. Carla Pilotta
lebte mehrere Monate in Bari in der Vorbereitungsphase dieser neuen Fraternität.
Sie erzählt vom Weg der vergangenen Monate : " Vor etwas mehr als einem Monat wurde in Apulien, in Süditalien eine neue Fraternität gegründet. Wie kommt es zur Gründung einer neuen Fraternität? Zunächst gibt es einen längeren Dialog innerhalb der Gemeinschaft, unter den verschiedenen Kleinen Schwestern in Europa, über die grundlegende Orientierung und die geographische Lage der neuen Fraternität. |
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| Danach erfolgt eine erste Kontaktaufnahme mit
möglichen Orten für die Neugründung. In dieser Zeit geht es v.a. darum,
auf die Bedürfnisse, Anfragen und Erwartungen vor Ort hinzuhören und
das Gespräch mit den jeweiligen Diözesen zu suchen. Aus dem Hören und
dem gemeinsamen Abwägen des Für und Wider nimmt die Planung einer neuen
Fraternität nach und nach Gestalt an. |
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| Schliesslich leben eine oder mehrere Kleine Schwestern mehrere Monate "vor Ort" mit. In Bari stellte uns die Pfarrgemeinde des Viertels eine Wohnung im Pfarrhaus zur Verfügung. So versuchten wir, im Laufe der Wochen und Monate hinzuhören auf das, was Gott uns durch die Begegnungen und Ereignisse hindurch sagen will. In welcher Weise kann unser Charisma in diesem Umfeld Gestalt annehmen, mit dem, was jede einzelne von uns ausmacht, in der Aufmerksamkeit für die Formen von Armut an diesem Ort, in Treue gegenüber der Sendung, die uns von der Kirche anvertraut wurde? Diese Monate waren für mich sehr reich und ermutigend. Ich war begeistert von der Aufnahme und der Grossherzigkeit der Pfarrei - mit offenen Armen wurden wir empfangen und gehörten sehr schnell "dazu". Es ist eine lebendige und dynamische Gemeinde, mit engagierten Laien, geprägt von dem Bemühen, in ihrem und durch ihr Leben Zeugen des auferstandenen Christus zu sein. Durch sie haben wir gelernt, die Wirklichkeit vor Ort kennen- und verstehen zu lernen und unseren Platz darin zu finden. | ||
| Nach und nach nahm die neue Fraternität Gestalt an : Zunächst haben wir Arbeit gefunden, danach eine Wohnung (was nach Aussage aller an ein Wunder grenzt angesichts des Mangels an Wohnraum) und zudem auf dem Gebiet der selben Pfarrei. | ||
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Im Laufe eines Monates haben wir - unter Mithilfe vieler Freunde - die Wohnung hergerichtet : einige schenkten uns Möbel oder Geschirrr, andere schenkten uns von ihrer Zeit oder stellten ihre handwerklichen Fähigkeiten zur Verfügung. Am 1. Oktober sind wir schliesslich umgezogen - ein historisches Datum für die Neugründung dieser | |
| Fraternität, die nun versucht, ihre " ersten Schritte " zu gehen… Nach und nach haben wir uns in der Pfarrei und im Stadtviertel eingelebt. Wir arbeiten in der Jugendpastoral mit, geben Hausaufgabenhilfe für die Kinder eines sehr schwierigen Stadtviertels und begleiten eine Bibelgruppe, die sich in den Räumen einer Pizzeria unweit unserer Wohnung trifft. Wir begleiten Erwachsenene im Rahmen der Familienkatechese und treffen uns mit einer Gruppe behinderter Menschen. Viele Wege sind offen - die Fraternität muss nun im Gehen des Weges ihr " Gesicht " finden. Wichtig wird dabei auch die Zeit sein, die wir uns miteinander nehmen, um als Fraternität unsere Weise des Zusammenlebens zu finden, wo wir gemeinsam und jede persönlich auf das Zentrum unseres Lebens und unserer Wohnung ausgerichtet sind : auf Jesus Christus. ER ist gegenwärtig in der Eucharistie in der " Kapelle " unserer Wohnung, IHM begegnen wir in jedem Bruder, jeder Schwester, die an unsere Tür klopft oder der wir unterwegs begegnen. So kann das Reich Gottes wachsen - in uns und um uns." | ||