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Am
8 Juni bin ich in Madagaskar angekommen und ich muss sagen, dass es mich
sehr berührt hat, hierher zurückzukehren, die rote Erde wieder zu sehen
und vor allem die vielen Menschen, die mich lächelnd begrüssten: "manahoana
masera" ? - Wie geht es dir, Schwester ?
Diesmal war mir das alles schon bekannt, diesmal kam ich um zu bleiben, im Gegensatz zu meinem zweiten Noviziatsjahr 2007, wo ich schon einmal für ein Praktikum hier war. |
| In der ersten Woche war ich in unserer Gemeinschaft in der Hauptstadt: die einzige Strasse des Viertels in der sich ärmste Behausungen aneinanderreihen, ist voller Kinder - es ist ein Viertel voller Leben in dem unsere Schwestern wohnen. Mein Ziel war Antsirabe, die zweitgrösste Stadt Madagaskars, im Hochland gelegen. |
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Insgesamt fühlte ich mich weniger "verloren" in dieser fremden Welt, die paar Brocken der Landessprache, die ich bei meinem letzten Aufenthalt aufgeschnappt hatte, kamen mir schnell wieder in den Sinn. Aber diesmal heisst es sich hinsetzen und ernsthaft die Sprache erlernen. Hier in Antsirabe haben mich 17 freundliche Gesichter empfangen: Schwestern und junge Frauen in der Ausbildung und natürlich konnte das traditionelle Willkommensfest nicht fehlen. Sogar ein spanisches Lied haben sie für mich gesungen! Solange ich den Mund nicht aufmache werde ich oft gefragt: Madegassin oder Ausländerin? Wir Lateinamerikaner sehen äusserlich einem Stamm aus dem Hochland Madagaskars ähnlich. |
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Langweilig wird es mir nicht: auch mit sehr begrenzten Sprachkenntnissen heisst es seinen Platz im Strom des Alltagslebens finden: mit den Strassenkindern, bei den Besuchen im Gefängnis, den Kranken und in der Stickereiwerksatt, in der gelegentlich mitarbeite. Abgesehen von all den Leuten, die jeden Tag zu uns ins Haus kommen. | |
Nach dem ersten "oberflächlichen Blick" während meines Praktikums bin ich nun eingeladen zu verweilen, in die Tiefe zu gehen, um zu lernen, diese Kultur zu respektieren und zu verstehen. Viele sind sehr erstaunt, dass ich von so weit herkomme, um hier Zeugin für das Evangelium zu sein und sie danken mir dafür. Aber ich glaube, dass auch ich hier das Evangelium neu lesen und verstehen kann und die Leute auch frohe Botschaft für mich sind. Kl. Sr. Vanessa |