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In dem kleinen Dorf
Bonnefamille, etwa 30 km von Lyon (Frankreich) entfernt, haben sich die
Türen des Noviziatshauses wieder geöffnet, um eine neue Gruppe von Novizinnen
aufzunehmen. Sie kommen alle von weit her: aus dem Kongo, Honduras, Haiti
und El Salvador. Die ersten Monate dienten zunächst dem Einleben, dem
Erlernen der Sprache und dem Kennenlernen der Umgebung. Es war eine Zeit,
um miteinander vertraut werden zu können und einander annehmen zu lernen.
Schliesslich haben wir mit achttägigen Exerzitien diese besondere Etappe
des Noviziates begonnen: diese Ausbildungszeit für das Ordensleben auf
den Spuren von Charles de Foucauld.
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| Die Noviziatsausbildung besteht zunächst darin,
dass wir einfach unser normales Lebens als Kleine Schwestern leben: die
Arbeit, das Gebet, die mitmenschlichen Beziehungen und die Hingabe an die
anderen. Wir leben aber auch in einer gewissen Zurückgezogenheit, die hilfreich
ist für die Stille, das Gebet und das Studium. Diese Zeit wird uns geschenkt,
um uns in der Liebe des Herrn zu verwurzeln und um uns wachsen zu lassen
in der Liebe zueinander und in der Selbsterkenntnis. Sie dient dazu, all
die verschiedenen Aspekte unserer Berufung zu entdecken und uns darauf vorzubereiten,
diese zu leben. Die Sendung, die uns erwartet, ist so gross wie die Welt
und diese wartet darauf. |
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"Ich heisse Vanesse Lopez, bin 24 Jahre alt und komme aus El Salvador. Ich möchte euch ein bisschen Anteil geben an dem, was wir in dieser Zeit der Gnade leben. Wir versuchen, sie in der grösstmöglichen Verfügbarkeit und inneren Stille zu leben, um die Stimme Gottes hören und seinen Willen für unser Leben erkennen zu können. | |
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Mit den zwei kleinen Schwestern, die uns
begleiten, und uns vier Novizinnen sind wir sechs verschiedene Nationalitäten
- eine Schule des interkulturellen Zusammenlebens! Wir lernen voneinander
und erfahren darin das Wirken des heiligen Geistes, der seine Kinder in
der Liebe vereint. Dies öffnet uns auch den Horizont für die Mission in
aller Welt und die Art und Weise, diese nach dem Charisma der Kleinen
Schwestern vom Evangelium zu leben. Unser Leben ist geprägt von der einfachen
Arbeit, dem Gebetsleben, der Ausbildung und Vertiefung unserer Berufung
sowie dem freundschaftlichem Miteinander mit den Menschen unserer Umgebung.
Wir wollen das Evangelium aufscheinen lassen auf diesem Wegabschnitt,
der zum Weg ins Ordenslebens dazugehört."
Evelyne: "Für mich ist unser Gemeinschaftsleben von Schwestern aus sechs verschiedenen Nationalitäten in sich sehr reich, wenn wir es nach der Art und Weise Jesu leben, im Gebet und der gegenseitigen Achtung. Wir haben einander nicht ausgesucht um zusammenzuleben; es ist Christus, der uns zusammenführt: Unser Gemeinschaftsleben ist eine Gabe Gottes. Wir lernen, einander Schwestern zu werden: ich liebe meine Mitschwestern so wie sie sind, und wir bilden eine neue Familie. Ich verstehe mich gut mit ihnen und empfinde das Bedürfnis, mit ihnen zu teilen, was mich beschäftigt. Ich mag unsere Gemeinschaft sehr und fühle mich zu Hause. Im Zentrum unserer Gemeinschaft steht Christus und jede einzelne trägt ihren Teil zum Aufbau der Gemeinschaft bei. Das ist nicht jeden Tag einfach. Im alltäglichen Zusammenleben muss sich jede selbst zurücknehmen, lernen wir, einander zu verzeihen, Versöhnung zu leben. Es macht Freude, zusammen zu sein." |
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