|
Br. René Voillaume (1905-2003)
steht am Beginn verschiedener Gemeinschaften in der geistlichen Familie
Charles de Foucaulds, so auch der Unsrigen. |
![]() |
| Man hat wohl niemals ganz verstanden, bis zu welchem Punkt es nötig ist, dass ein Glaubender von den Seligpreisungen berührt, bearbeitet und geläutert wird. Jener der Armut und der Demut, auch jener der zärtlichen Nachsicht, die alles verzeiht und versteht, jener des Leidens und des Scheiterns, die das harte Herz bricht und ihm untersagt, irgendjemanden zu verurteilen. | |
![]() |
So werden wir würdig und fähig, Apostel zu sein, sensibel für den inständigen Anruf Christi, so werden wir ganz langsam zu jener Möglichkeit, die sich der Herr reserviert hat: sich des Herzens eines armen Menschen zu bedienen, eines Herzens, das vom Kreuz gezeichnet ist, das durch die Liebe gebrochen wurde, in dem Demut und Aufmerksamkeit für die Schwestern und Brüder wohnen. Durch dieses Herz hindurch, will ER sich den Menschen zu erkennen geben. |
| Und solche Herzen sind vielleicht der einzige Lichtschein in dem Schleier aus Stille und Dunkelheit, in den der Herr sich hat mysteriös hüllen wollen, solange die Menschen noch auf der Erde sind, noch auf dem Weg zu ihrer Bestimmung. Nein, es wird niemals genügend Armut, Einfachheit und demütige Zuneigung im Herzen der Jünger/-innen Jesu geben. | |
|
Br. René Voillaume
|
|
|
Eine Kleine Schwester schreibt dazu:
"Dieser Text ist mir gegen Ende des Noviziates wichtig geworden. Seitdem begleitet er mich in der Art und Weise, wie ich das Thema Evangelisierung in der Nachfolge Br. Karls zu leben ersehne. Er hilft mir, den Prozess zu deuten, in dem sich Gott ganz langsam durch das Leben eines Christen, durch mein Leben hindurch, einen Weg zu den Menschen bahnt. Ich erahne darin die Spur, die es möglich macht, durch SEINE Gnade Schwester derer zu werden, an deren Seite mich das Leben stellt, um gemeinsam mit ihnen danach zu suchen, wo das Evangelium Jesu Christi unser Leben erhellt und erfüllt." |