| Zwei Tage nach dem verheerenden Erdbeben gelang es endlich, mit den Kleinen Schwestern in Haiti zu kommunizieren. Sie sind - fast wie durch ein Wunder - alle am Leben und versuchen nun, so gut es geht, ihren Nachbarn, Bekannten und den Menschen in ihrem Viertel beizustehen und mit ihnen einen Weg in die Zukunft zu suchen. |
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Es
herrscht das totale Chaos und noch kommt die internationale Hilfe nicht
an. Die lokalen Helfer sind selbst hilflos... Wir bauen fest auf euer Gebet: Haiti ist sich selbst überlassen und wir warten auf Hilfe. Sagt unseren Familien, dass wir leben, alles was ihr in Erfahrung bringen könnt , um sie zu beruhigen. Sei ganz fest umarmt von uns allen hier. |
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Die
Erde bebt wieder, ich muss euch lassen... |
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| Nachrichten
vom Generalrat, 21.1.2010 Seit dem fürchterlichen Erdbeben, das die Haitianer so schlimm getroffen hat, ist bereits eine Woche vergangen. Je mehr Zeit vergeht, desto deutlicher wird das Ausmaß dieser Katastrophe sichtbar. Wir bemerken auch die Kraft der Ausdauer und den Lebenswillen dieses Volkes, das schon so viel erleiden musste. Wir haben gerade per Telefon mit unseren Schwestern gesprochen, es geht ihnen gut. Sie organisieren die Nahrungsverteilung im Viertel; sie erhalten Hilfe von den Jesuiten und vom italienischen Konsulat, das sich in der Nähe des Viertels befindet. |
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Sie erwarten ungeduldig
die Reislieferung, das ist, worauf die Leute warten und was den Magen
füllt. |
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| Das
Viertel organisiert sich, der Markt hat seine Arbeit wieder aufgenommen,
die Leute beginnen aufzuräumen, zu waschen und zu putzen. Während des Telefonates hat Luisa gerade gekocht, Milourde war im Viertel um die Liste der Kinder und derer zu schreiben, die die meisten Schwierigkeiten haben, Chantal hat mit den Ärzten gesprochen. Wir haben die Hubschrauber gehört, das Leben beginnt wieder. |
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Die Kommunikation ist leichter seit ein Stromaggregat installiert wurde,
das das Aufladen der Handys ermöglicht. Für uns Schwestern ist dies eine
große Erleichterung. Das Benzin, das benötigt wird um das Aggregat zu
betreiben ist sehr teuer - man findet es auf dem Schwarzmarkt, das ist
die dunkle Seite der Situation. Aber davon abgesehen, herrscht Solidarität,
das darf man nicht vergessen. Das Abrufen der Emails bleibt hingegen schwierig!
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An dem Sammlungspunkt, an dem die Schwestern schlafen, sind etwa 400 Leute, an anderen Punkten 60 oder 80 oder 600. Die Zeichen stehen im Viertel wirklich auf "Solidarität", Milourde, unsere haitianische Schwester, versammelt alle Leute ,die irgendwie mit anpacken können, und gemeinsam versuchen sie, die Bedürfnisse zu klären und sich zu organisieren. | |
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Junge Männer "sichern"
die Nahrungsverteilung, Frauen suchen das Viertel nach umherirrenden Kindern
ab, andere organisieren Gemeinschaftsküchen, endlich gab es Milchpulver
für die Kinder und zum ersten Mal auch genügend Nahrung für alle... Nachts
wacht jemand über den Schlaf der anderen, jeder packt an wo er er kann.
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Sollten Sie
den Wiederaufbau über die Kleinen Schwestern vom Evangelium vor Ort finanziell
unterstützen wollen, so ist dies über das Spendenkonto der Generalfraternität
in Saint Denis möglich. Wir danken Ihnen von Herzen für ihre Hilfe und
Solidarität! |