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Im
März 2010 konnte ich zwei Wochen in Algerien verbringen. Einige Eindrücke
aus dieser Zeit, die mir wirklich wie ein großes Geschenk erscheint, möchte
ich mit euch teilen.
Ein Projekt der "Gemeinschaften Charles de Foucauld" im Elsass Im Jahre 2008 organisierten alle Gemeinschaften Charles de Foucauld im Elsass gemeinsam das große Treffen zum 150. Geburtstag von Charles de Foucauld in Strasbourg. Danach stellte sich für uns die Frage, ob wir die Zusammenarbeit wieder beenden oder andere Projekte in Angriff nehmen, um unsere gemeinsame Spiritualität miteinander zu leben. |
| So entstand die Idee von Wanderexerzitien in der Wüste für zwei Gruppen und zusätzlich für einige die Möglichkeit, ein paar Tage in einer Einsiedelei in Assekrem zu verbringen. Die Vorbereitung übernahmen ein Priester aus der Priestergemeinschaft, ein Ehepaar aus der Laiengemeinschaft und ich - eine spannende aber auch zeitaufwändige Aufgabe. | ![]() |
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Und schließlich
nahmen 18 Personen aus ganz Frankreich und Belgien an den beiden Angeboten
teil. |
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Die Landschaft ließ die biblischen Texte lebendig werden … Als ich zum Himmel schaute, dachte ich an die Verheißung, die Gott Abraham gegeben hat … beim Anblick der Landschaft an die vierzig Jahre, die das Volk Israel durch die Wüste gegangen ist … an Elija, der unter dem Ginsterstrauch Gott begegnet. | |
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Die Texte
erfasste ich nicht mehr mit Kopf, sondern durch den Wind, die Sonne, den
Durst… |
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| Die
Tuaregs, die uns bei unseren Wanderungen führten und mit ihren Kamelen begleiteten
berührten mich sehr. Einer von ihnen behandelte die Wüste als wäre sie sein Garten. Als ich direkt hinter ihm ging, sah ich mit Erstaunen, wie er seinen Garten "reinigte", wenn er einen herumliegenden Karton oder eine Plastiktüte aufhob und verbrannte, wenn er etwas hinter einem Felsen versteckte oder einen Stein, der als Wegzeichen diente, wieder auf seinen Platz legte. |
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| Nach
meiner Rückkehr aus der Einsiedelei, bat der Koch mich, für sie zu beten.
Die Dürrezeit war angebrochen, es war erst März und sie hatten nichts mehr
zu fressen für die Ziegen und die Kamele. Diese Menschen sind vom Klimawandel
und von der Erderwärmung stark betroffen. Gleichzeitig bitten sie mich,
für sie zu beten und erinnern mich damit an das Gebet von Charles de Foucauld
und den Kleinen Brüdern von Assekrem. Eines Abends erzählte mir ihr Anführer, dass er davon träume, seinen Kamelen das Schwimmen beizubringen, um so mit ihnen das Mittelmeer zu durchqueren. Deutlich spürte ich in diesem Gespräch, wie die große Welt mit ihren Problemen und Herausforderungen auch im Leben der Tuaregs präsent ist … und dies nicht nur in Form von Handys, die auch im Assekrem ständig klingeln. |
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| Der
Ort, an dem Charles de Foucauld gelebt hat Die Tage in der Einsiedelei, haben mich sehr berührt. Einsiedeleien habe ich schon immer gemocht: einfaches Leben im Einklang mit der Natur. Aber hier war ich nicht nur in der Natur, sondern auch im Herzen unserer Gemeinschaften und an den Wurzeln unserer Spiritualität. So konnte ich ganz neu erahnen, was wir eigentlich leben möchten. |
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Auf dem
Gipfel des Hoggars (2900 Meter) sind die Kleinen Brüder offen für Gäste,
für die Tuaregs, die dort ihre Lager haben oder als Touristenführer arbeiten,
für algerische und ausländische Touristen (95% der Touristen kommen aus
Algerien) und für Pilger. Ihr Leben dort ist von Gastfreundschaft geprägt,
vor allem für die Kleinen und Benachteiligten und die, von denen wir selbst
oft weit entfernt sind. Ein offenes, gastfreundliches aber auch ein bedrohtes
Leben. |
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Ein Geschenk in meinem Leben als Kleine Schwester Schon lange hatte ich mir gewünscht, einmal nach Assekrem und Tamanrasset zu kommen - und es wurde mir ermöglicht, als ich mein 25 jähriges Professjubiläum feierte - ein wirkliches Geschenk. |
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Zwei Begegnungen
oder Gespräche haben mich besonders bewegt: Am ersten Tag in der Gemeinschaft
der Kleinen Schwestern vom Herzen Jesu, habe ich mich vor allem darüber
gefreut, Martine wieder zu treffen, mit der ich in Frankreich gemeinsam
zahlreiche Exerzitien begleitet habe. Während wir uns unterhielten kam
eine Frau mit ihrer schwerkranken kleinen Tochterr. Diese missbrauchte
und misshandelte Frau hatte eine sehr enge Beziehung zu den Kleinen Schwestern
- und wie eine neue Berufung erinnerte sie mich an all diejenigen, die
"in meinem Herzen eingeschrieben sind" . |
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