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"Ich konnte in diesen Tagen wieder neu zu mir selbst finden, zur Ruhe kommen, Kraft tanken für den Alltag." - mit solchen oder ähnlichen Worten verabschieden sich immer wieder Menschen, die einige Tage oder Wochen bei uns mitgelebt haben. |
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Die Fraternität in
Azet will ein Ort der Gastfreund-schaft sein für alle, die auf der
Suche sind, die inne-halten wollen, die einen Ort des Gebetes suchen oder
einfach nur abschalten wollen vom hektischen Alltag. Unser Lebensstil
ist einfach, im familiären Mit-einander mit den Gästen. |
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kaum begegnet wären
- aus ganz unterschiedlichen sozialen Schichten, Menschen verschiedener
Nationalität und Religion. Hier finden sie einen Ort, einfach Mensch
zu sein und einander von Mensch zu Mensch zu begegnen - ob nun Bischof,
Asyl-bewerber, alleinerziehende Familienmutter oder Ordensfrau, ob Lehrerin
oder Landwirt, ob jung oder alt. Dies geht nicht immer ohne Schwierigkeiten,
es braucht viel Geduld und Achtsamkeit füreinander. Und doch ist
es immer wieder eine er-mutigende Erfahrung zu spüren, welche Begegnungen
so möglich werden und welche Freundschaften im Laufe der Jahre gewachsen
sind. |
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Im Rahmen der Hausaufgabenhilfe oder der Sprachkurse lernen wir dort einander kennen, doch die Beziehungen gehen sehr schnell darüber hinaus: bei einer Tasse Tee erzählen sie uns - in teils gebrochenen Französisch - von ihrem Leben und Alltag, von den Traditionen in Afghanistan oder der aktu-ellen Situation in Ruanda... Und so ist es auch eine besondere Freude, wenn wir sie an einem Wochenende in unserer Fra-ternität in den Bergen willkommen heissen dürfen, mitein-ander essen, spielen, wandern gehen können. So ergeben sich auch immer wieder Begegnungen und Gespräche mit den Be-wohnern des Tales - Vorurteile werden abgebaut, Menschen | |
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aus anderen Ländern mit ihren Nöte und Hoffnungen bekommen ein konkretes Gesicht. Wie schrieb Charles de Foucauld: "Ihr seid alle Brüder und Schwestern und wir haben alle denselben Vater." Seit über dreißig Jahren leben Kleine Schwestern
hier in diesem Bergdorf und im Laufe der Jahre sind enge Beziehungen zu
den Nachbarinnen und Nachbarn gewachsen, zu den Menschen im Dorf, im Tal.
Chantal besucht regelmäßig die kranken und alten Menschen.
Mitunter bleiben sie alleine zurück, wenn die Kinder wegziehen, um
in der Stadt Arbeit zu suchen. Marie-Thérèse bereitet seit
vielen Jahren junge Eltern auf die Taufe ihrer Kinder vor - immer wieder
sind die Treffen ein Ort des ehrlichen Suchens nach dem Sinn des Lebens,
nach Gott. Mehrere Bibel- und Glaubensgruppen werden von Kleinen Schwestern
begleitet: gemeinsam mit den Menschen fragen wir uns, welche Orientierung
wir in der Bibel und in der kirchlichen Tradition für die Fragen
und Zweifel unseres Lebens und unseres Glaubens finden? Hier werden keine
fertigen Antworten gegeben, sondern im gemeinsamen Hören auf die
Heilige Schrift und, im Austausch miteinander entdecken wir Antwortversuche,
finden wir Orientierung und Wegweisung. |
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| Kleinen Schwestern mehrfach täglich zum Gebet einladen. Gerade im Sommer, der Hochsaison in dieser touristisch geprägten Gegend, kommen immer wieder Menschen hierher, um sich in die Stille zurückzuziehen, um zu beten oder die Eucharistie mitzufeiern. Für uns ist sie der Ort, wo wir vor Gott innehalten , wo wir auf Seine Liebe schauen und unseren Blick davon verwandeln lassen dürfen. Es ist |
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der Ort, wo wir IHM unser Leben hinhalten und vor IHN mit Dank und Fürbitte all die Menschen hintragen, denen wir Tag um Tag begegnen. |