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Die Kleinen Schwestern von
Aulnay-sous-Bois leben in einem einfachen Vorort von Paris im Departement
Seine-Saint-Denis. Die Kleine Schwestern Lidia, Doris und Bruna erzählen
von ihren Erfahrungen in dieser erst vor wenigen Jahren gegründeten
Gemeinschaft: |
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"Was bei der Ankunft auffällt, sind die vielen unterschiedlichen Gesichter: Afrikaner, Menschen von den Antillen, Inder, Asiaten. Wie viele von ihnen wohnen provisorisch bei Verwandten und Freunden. Provisorisches Wohnen als erste Etappe, auf die oft die Angst vor den Schwierigkeiten bei der Suche nach einer eigenen Bleibe folgt: Hotel, Notunterkunft, das unsichere „Morgen". Und das alles mit Kindern. |
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Alle versuchen, sich zu
integrieren, soweit wie möglich „wie alle" zu sein. Aber ihre Wurzeln
sind woanders, ihre Art zu leben, ihre Beziehungen, ihr Herz ... tragen
den Geschmack der weiten Welt. Ich fühle mich eingeladen zu einer Umkehr
meines ganzen Wesens, meines Kopfes, meines Herzens, zu einem Dialog in
der Wahrheit, zu einem Weg der Gastfreundschaft und des Zusammenlebens,
eine wirkliche Herausforderung in der Vorstadt." |
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"Seit Februar begleite ich einige Frauen, die sich auf die Taufe oder auf die Erstkommunion vorbereiten. Am Beginn des Schuljahres sind sie in die Gruppe der Taufbewerber gekommen. Man braucht sehr viel Mut, um in eine Gruppe zu gehen, wenn man nur sehr schlecht Französisch spricht, aber der Weg mit Jesus lässt sich dadurch nicht aufhalten: „Ohne Gott könnte ich nicht leben", „Ich spreche sogar mit Jesus, während ich koche." „Ich weiß, dass er an meiner Seite ist und mir in meiner Not zuhört". | |
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Sind dies keine „Perlen",
diese wenigen Sätze, die mit Mühe und in gebrochenem Französisch, aber
mit viel Herz gesprochen werden?" "Im Moment besuche ich oft eine pakistanische Familie. Sie waren als Christen aus ihrem Heimatland geflohen und mit zwei kleinen Kindern über Umwege in Frankreich gelandet. Das Bangen um ihre Anerkennung als Asylbewerber, die so prekäre Wohnsituation in verschiedenen Notunterkünften, die fremde Kultur und Sprache, all das hat so tiefe Spuren hinterlassen, dass sich jetzt, wo alle amtlichen Hürden genommen sind, Depressionen einstellen. Wie wahr ist es, dass wir nicht vom Brot allein leben, auch nicht von Asylpapieren allein. P. sagte mir in der vergangenen Woche, wie schwer es ist, hier 'jemand' zu sein, jemand, der für andere wichtig ist. Diese Sehnsucht trage ich dann zu IHM, in dessen Augen jeder Mensch 'geliebtes Kind' ist und bitte um die Gnade, ein wenig 'Schwester' werden zu dürfen." |
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Ausführlicher Bericht (Word-Format) |